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Antiislamismus und neuer Faschismus

von der Antiimperialistischen Plattform (AIP)

Angesichts einer epochalen Krise wie nach 1929 suchen die aggressivsten Teile des Finanzkapitals, wie damals, nach einem Ausweg durch eine rechtsradikale Bewegung. Diese Bewegung muss mit den geopolitischen Plänen dieses Finanzkapitals zusammenpassen, d.h. mit den Ambitionen der USA, Großbritanien und Israel als die Hauptmächte der Neuen Weltordnung.

Aus diesem Grund ist ein Teil der traditionellen Rechtsradikalen (jedenfalls in Deutschland) für dieses neue faschistische Projekt kaum brauchbar, da sie den historischen Feindbildern verhaftet sind, also antiamerikanisch sind. Was aber das internationale Finanzkapital heute braucht, ist eine antiislamische Rechte, die pro-zionistisch ist. Warum? Weil im Gebiet des Nahen Ostens schon seit Jahren die Schlachten um die Beherrschung der Weltenergiereserven ausgetragen werden und das auch noch weiterhin der Fall sein wird.

Israel ist der Degen des internationalen Finanzkapitals – und jede rechtsradikale Partei die Sponsoren haben will, muss sich deswegen pro-israelisch umorientieren.

In Deutschland wird dieser Prozess vorangetrieben von dem schwedischen Millionär Patrik Brinkmann, der es zuerst bei der DVU versucht hat und jetzt groß bei der pro-zionistischen und rechtspopulistischen Partei ”Pro NRW” eingestiegen ist. Nächstes Jahr will er außerdem bei “Pro Berlin” punkten und außerdem (als bekennender Rechter) eine Pilgerfahrt nach Israel unternehmen. In seinen Reden erklärte Brinkmann z.B.: “Der Islam möchte erst das kleine Israel unterwerfen und islamisieren und danach Europa. Das ist die schaurige Wirklichkeit. Für mich ist klar, auf wessen Seite ich bei dieser Auseinandersetzung stehe”.

Im Augenblick sind “rechte” und “linke” Islamhasser noch getrennt. Teilweise demonstrieren Antideutsche gegen Auftritte der Pro-Bewegung, obwohl beide Seiten die Israelfahne verwenden. Aber deren Ablehnung zueinander könnte sich schnell ändern, wenn ein israelischer Angriff auf den Iran erfolgt und dann, im Stahlgewitter, die ideologischen Extreme verschmelzen.

Kritik an der zunehmenden moslemischen Bevölkerung  in Deutschland (die wohl früher oder später zu größeren Konfliktpotential führen wird) darf nicht pro-zionistischen und rassistischen Gruppen wie den Antideutschen oder der Pro-Bewegung überlassen werden. Der Antiimperialismus muss hier klar Stellung beziehen und dessen Parole kann nur lauten: Freundschaft mit islamischen Staaten: Ja! Schutz der muslimischen Bevölkerung vor zionistischer Hetze: Ja! Bevölkerungsaustausch in Europa: Nein!

Kein Fußbreit des Antiislamismus!

Stoppt die antiislamischen Hassprediger!

Schluss mit der europäischen Unterstützung für den US-Krieg!


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